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Pflichten der Betreuungspersonen

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Gemäß den Anti-Doping Bestimmungen haben nicht nur die Sportler, sondern auch deren Betreuungspersonen eine ganze Reihe von Pflichten.

Betreuungspersonen im Sinne des Anti-Doping Bundesgesetzes (ADBG) sind sämtliche Personen, die Sportler in Ausübung ihrer sportlichen Tätigkeit systematisch unterstützen oder mit ihnen zusammenarbeiten, insbesondere Trainer, Ärzte, Physiotherapeuten, Masseure, Funktionäre, Familienangehörige und Manager.

Unterstützung der Anti-Doping Arbeit

Gemäß ADBG müssen sich Betreuungspersonen gegenüber ihrer jeweiligen Sportorganisation schriftlich verpflichten, dass sie die Anti-Doping Bestimmungen des zugehörigen nationalen und internationalen Sportfachverbandes anerkennen und die mit den Grundsätzen der Fairness im sportlichen Wettbewerb unvereinbaren Handlungsweisen unterlassen.

Betreuungspersonen müssen bei der Durchführung von Dopingkontrollen mitwirken und den reibungslosen Ablauf unterstützen. Einflussnahme, Nicht-Mitwirkung ohne zwingenden Grund oder gar Manipulation werden streng sanktioniert.

Aus Sicht der Dopingprävention haben Betreuungspersonen die moralische Pflicht, ihren Schützling bei der Einhaltung der Anti-Doping Bestimmungen zu unterstützen. Darüber hinaus gilt es, eine überzeugte Anti-Doping Einstellung vorzuleben und diese Vorbildwirkung an die betreuten Sportler weiterzugeben.

Keine Verstöße gegen die Anti-Doping Bestimmungen

Betreuungspersonen dürfen keine verbotenen Substanzen oder Methoden besitzen oder weitergeben. Ausnahmen sind die eigene therapeutische Behandlung oder die medizinische Notfallbehandlung durch Ärzte oder medizinisches Personal.

Ist bei der Behandlung durch einen Arzt oder Zahnarzt die Anwendung verbotener Substanzen oder Methoden notwendig, so hat dieser den betroffenen Sportler darüber zu informieren. Voraussetzung für diese Informationspflicht ist, dass sich dieser als Sportler deklariert hat.

Das Anleiten, Anstiften, Verschleiern oder Unterstützen von Verstößen gegen die Anti-Doping Bestimmungen ist verboten. Besitz, Handel und Weitergabe von verbotenen Substanzen oder Methoden werden sowohl sport- und berufsrechtlich als auch strafrechtlich streng geahndet.

Status während einer Sperre

Wenn ein Sportler gesperrt ist, darf er während dieser Zeit gemäß ADBG von keiner Sportorganisation unterstützt werden. Sportorganisationen haben alle Handlungen zu unterlassen, die den Anschein der Unterstützung gesperrter Personen erwecken könnten. Darunter fällt auch die Abstellung von Betreuungspersonen für gesperrte Sportler.

Wenn eine Betreuungsperson gesperrt ist, darf sie in dieser Zeit keine Sportler betreuen und von keiner Sportorganisation unterstützt werden. Übersteigt die Dauer der Sperre 24 Monate, darf die betroffene Betreuungsperson insgesamt sechs Jahre ab Beginn der Sperre nicht eingesetzt werden.

Betreuungspersonen, die in einem straf- oder standesrechtlichen Verfahren für eine Handlung, die einen Anti-Doping-Verstoß dargestellt hätte, sanktioniert wurden, dürfen für die Dauer der Sanktion, mindestens jedoch für sechs Jahre seit der entsprechenden Entscheidung, keine Sportler betreuen.

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