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Anti-Doping Verfahren

Bild zeigt eine Waage und einen RichterhammerIm Fall eines Verdachtes auf Verstoß gegen die Anti-Doping Bestimmungen hat die NADA Austria unverzüglich nach Kenntnis einen Antrag auf Durchführung eines Anti-Doping Verfahrens (Prüfantrag) bei der unabhängigen Österreichischen Anti-Doping Rechtskommission (ÖADR) zu stellen. Die ÖADR führt das Verfahren anstelle des jeweils zuständigen Bundes-Sportfachverband durch.

Die nachfolgende Aufzählung beschränkt sich auf die wesentlichen Aspekte. Ausführlichere Informationen bietet die Website der ÖADR.

  • Nach Einlangen des Prüfantrages hat die ÖADR unter Zugrundelegung der Anti-Doping Regelungen des jeweils zuständigen internationalen Sportfachverbandes ein Anti-Doping Verfahren einzuleiten.
  • Über den Prüfantrag, die Durchführung eines Anti-Doping Verfahrens sowie eine allfällige Suspendierung sind die*der Betroffene und der jeweils zuständige Bundes-Sportfachverband zu informieren.
  • Die*der Betroffene hat die Möglichkeit, auf die Durchführung eines mündlichen Verfahrens zu verzichten und ein abgekürztes, schriftliches Verfahren zu beantragen.
  • Parteien des Anti-Doping Verfahrens sind die*der Betroffene und die NADA Austria. Der zuständige Bundes-Sportfachverband hat die Möglichkeit ein zusätzliches Kommissionsmitglied in die ÖADR zu entsenden, das allerdings kein Stimmrecht hat.
  • Jede Partei hat das Recht, Beweismittel vorzubringen, Zeuginnen und Zeugen zu benennen und zu befragen sowie einen Rechtsbeistand zuzuziehen.
  • Die ÖADR hat innerhalb von zwölf Wochen ab Einleitung eines Anti-Doping Verfahrens schriftlich zu entscheiden, sofern die Parteien keine längere Frist vereinbaren.
  • Die ÖADR hat die BSO, Sportorganisationen, Sportlerinnen und Sportler, Betreuungspersonen und Wettkampfveranstalter sowie die Allgemeinheit über verhängte Sicherungsmaßnahmen (zB Suspendierungen) und Entscheidungen in Anti-Doping-Verfahren unter Angabe des Namens der*des jeweils Betroffenen, der Dauer der Sperre und Gründe hierfür, ohne dass auf Gesundheitsdaten der*des jeweils Betroffenen rückgeschlossen werden kann, zu informieren. Bei besonders schutzbedürftigen Personen (z.B. Minderjährige) sowie bei Freizeitsportern im Sinne des Anti-Doping Bundesgesetzes kann diese Information unterbleiben.

Entscheidungen der ÖADR können bei der Unabhängigen Schiedskommission (USK) überprüft werden.