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NADA-Ethik fordert Engagement der Verbände für den sauberen Sport

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Doping und Medikamentenmissbrauch ist ein Thema, dass den Sport nicht loslässt. Im vergangenen Jahr 2019 gab es, nicht zuletzt aufgrund der Ermittlungen im Zusammenhang mit der Operation Aderlass, eine ganze Reihe an Verstößen gegen die Anti-Doping Bestimmungen. Um sauberen Sport zu ermöglichen, bedarf es einer Vielzahl an unterschiedlichsten Maßnahmen sowie einer gemeinsamen, strategischen und praktischen Vorgangsweise.

Sportverbände schaffen durch ihre Statuten, Ziele, Werte und personelle Ressourcen wesentliche Rahmenbedingungen, die Auswirkungen auf die Einstellung, das Bewusstsein und den Umgang mit dem Thema Leistungssteigerung im Sport haben.

Leistungssport und Spitzensport sind grundlegend auf Leistungssteigerung, -optimierung und -konstanz ausgerichtet. Wenn im Rahmen der Trainingssteuerung und Wettkampfplanung die individuelle Anpassung von Belastung und Beanspruchung nicht ausreichend berücksichtigt wird, kann dies zu Überlastungen und Verletzungen führen. Nationale und internationale Forschungsergebnisse und Erfahrungsberichte zeigen, dass in diesen, für Sportlerinnen und Sportler schwierigen und stressverursachenden, Situationen Gedanken an (verbotene) leistungssteigernde Mittel oder Methoden entstehen können. Die geplante, aufbauende, mehrjährige Trainingssteuerung samt sportmedizinischem Controlling ist daher eine wichtige Präventionsmaßnahme und sollte dementsprechend auch - entsprechend den internationalen Entwicklungen – deutlich ausgebaut werden.

Ein weiterer Baustein, der für die NADA-Ethik von entscheidender Bedeutung für einen sauberen Sport ist, ist die Unternehmenskultur innerhalb der Sportorganisationen. Aus diesem Grund fordert die NADA-Ethik, dass Überlegungen und konkrete Maßnahmen auf Verbandsebene initiiert werden. Jeder Verband soll einen eigenen, in regelmäßigen Abständen geschulten Anti-Doping Beauftragten ernennen, der gemeinsam mit der NADA Austria eine Strategie zur Anti-Doping Arbeit, beginnend mit Nachwuchsathleten bis hin zur Verbandsführung, erarbeitet.

Je höher das Dopingrisiko einer Sportart bzw. Disziplin ist, desto umfassender muss der Präventionsplan sein. Die umgesetzten Maßnahmen sollten auch in die Höhe der Verbandsförderung einfließen bzw. Bedingung für einen Teil der Fördergelder sein. Im Rahmen der anstehenden Novelle des Anti-Doping Bundesgesetzes soll diesen Überlegungen Rechnung getragen werden.

Die NADA Austria bietet als Servicestelle für den sauberen Sport bereits jetzt eine ganze Reihe an Maßnahmen und kann individuell beraten, welche Angebote zum Einsatz kommen sollten. Im Rahmen dieser Beratungs- und Unterstützungsleistungen können in Kooperation mit Dachorganisationen und Verbänden neue Ansätze entwickelt und etabliert werden.

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