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WADA veröffentlicht Anti-Doping-Verstöße der Jahre 2021 und 2022

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Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat vor kurzem ihre offiziellen Berichte zu den Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen (Anti-Doping Rule Violations, ADRVs) für die Jahre 2021 und 2022 veröffentlicht. 

Die ADRV-Berichte für 2021 und 2022 enthalten alle von Anti-Doping-Organisationen (ADOs) gemeldeten Entscheidungen. Diese umfassen sowohl Anti-Doping Verfahren aufgrund von analytischen Beweisen ("positive" Testergebnisse) – als auch Anti-Doping Verfahren aufgrund von nicht-analytischen Beweisen (z.B. Nachforschungen, Hinweisen, Informationen der staatlichen Ermittlungsbehörden).
Zahlen für 2021: Rückkehr zu regulären Dopingkontrollprogrammen nach Pandemie
 
Im Jahr 2021 wurden insgesamt 1.388 Anti-Doping-Regelverletzungen registriert – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem pandemiebedingt reduzierten Vorjahr 2020 (935 Verstöße). Dieser Anstieg ist vorrangig auf die Normalisierung der Dopingkontrollprogramme nach COVID-19 zurückzuführen: 2021 wurden 241.430 Proben weltweit durch ADOs gesammelt, verglichen mit 149.758 im Jahr 2020.
 
Von den 1.388 Verstößen gingen 1.094 auf "positive" Testergebnisse zurück. Die übrigen 294 Verstöße resultierten aus nicht-analytischen Verfahren und betrafen 262 Sportler:innen sowie 32 Betreuungspersonen. Die Fälle verteilen sich auf 111 Nationen und 179 Sportarten bzw. Disziplinen.
 
Zahlen für 2022: Weiterer Anstieg bei Verstößen
 
Im Folgejahr 2022 wurden insgesamt 1.652 Anti-Doping-Regelverletzungen festgestellt – das entspricht einem Plus von 264 Fällen im Vergleich zu 2021. Die Zahl der gesammelten Proben blieb mit 241.143 nahezu unverändert. Die Verstöße betrafen Personen aus 115 Ländern und aus 93 Sportarten bzw. Disziplinen.
 
1.376 Verstöße resultierten aus positiven Proben, weitere 276 Regelverletzungen (begangen von 242 Sportler:innen und 31 Betreuungspersonen) wurden durch nicht-analytische Ermittlungen festgestellt.
 
Anmerkung der WADA: Die Erstellung der ADRV-Berichte erfolgt mit zeitlichem Abstand, da die Bearbeitung der Fälle komplex ist und eine enge Abstimmung mit den zuständigen Instanzen erfordert. Der Bericht für das Jahr 2023 soll bis Ende 2025 veröffentlicht werden.
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