[zum Inhaltsbereich springen (Accesskey 2)] [zur Hauptnavigation springen (Accesskey 3)] [zum Standort springen (Accesskey 5)]

Navigationen und Einstellungen

ihr Standort auf der Webseite

Standort:  Home. Recht. Welt-Anti-Doping-Code. Link zur Startseite der NADA

zur Orientierung auf der Seite

Bereich Aktuelles und Service

Hauptbereich der Websiteinhalte

Der Welt-Anti-Doping-Code

Wer ist die WADA?

Die Link öffnet in externem Fenster:  WADA (World Anti-Doping Agency) ist eine internationale, unabhängige Institution (Stiftung nach Schweizer Recht). Sie wurde 1999 als Ergebnis einer vom IOC (Internationales Olympisches Comité) initiierten Welt-Doping-Konferenz mit dem Ziel gegründet, die Anti-Doping Programme auf internationaler und nationaler Ebene in Hinsicht auf die Entdeckung, Abschreckung und Verhinderung von Doping zu harmonisieren und koordinieren.

Grundlegendes Dokument zur weltweiten Harmonisierung der bisherigen Anti-Doping Regeln über alle Sportarten und alle Länder der Welt ist dabei der Welt-Anti-Doping Code, der von 180 Staaten (durch die UNESCO- bzw. Europaratskonvention) und allen wichtigen Sportorganisationen unterschrieben wurde.

Das Welt Anti-Doping Programm

Das Programm der WADA umfasst drei Levels:

1. Welt Anti-Doping Code - muss von allen unterzeichnenden Parteien zwingend angewandt werden. Der erste Code trat am 1. Jänner 2004 in Kraft. Seit 1. Jänner 2009 ist die überarbeitete Version des Codes gültig. Der Welt Anti-Doping Code ist das grundlegende und generelle Dokument, auf dem das Welt Anti-Doping Programm aufgebaut ist. Eine der Zielsetzungen des Codes ist die Sicherstellung harmonisierter, koordinierter und wirksamer Anti-Doping- Programme auf internationaler und nationaler Ebene zur Aufdeckung und Verhinderung von Verstößen gegen Anti-Doping-Bestimmungen.

Rechtlich können Regierungen nicht zur Einhaltung eines Nicht-Regierungs-Dokuments, wie dem Welt Anti-Doping Code, gezwungen werden. Daher wurde folgende Vorgehensweise gewählt: Regierungen ratifizieren die "Internationale Konvention gegen Doping im Sport", ein internationales Abkommen, das einstimmig von 191 Staaten bei der UNESCO-General-Konferenz im Oktober 2005 angenommen wurde. Diese Konvention erlaubt es den Staaten, ihre eigene Anti-Doping Policy an den Welt-Anti-Doping Code anzugleichen.

2. Internationale Standards - müssen von allen unterzeichnenden Parteien zwingend eingehalten werden. Sie enthalten die technischen Details zur Umsetzung des Anti-Doping Codes. Sie können von Zeit zu Zeit nach Absprache mit den Unterzeichnern und den Regierungen durch das Exekutivkomitee der WADA überarbeitet werden (ohne dabei den Code zu ändern). Zu den Standards gehören:

  • Prohibited List - Die Liste der verbotenen Substanzen und Methoden
  • International Standard für Dopingkontrollen - Detaillierte Anweisungen für eine Dopingkontrolle
  • Internationaler Standard für medizinische Ausnahmegenehmigungen - Alles rund um medizinische Ausnahmegenehmigungen
  • Internationaler Standard für Labors - Detaillierte Anweisungen für Dopinglabors
  • Internationaler Standard für Datenschutz

3. Best Practice Modelle zur Umsetzung des Welt-Anti-Doping Codes - das sind Empfehlungen zur bestmöglichen praktischen Umsetzung des Codes, um in den verschiedenen Bereichen der Anti-Doping Arbeit Lösungen auf dem neuesten Stand der Wissenschaft anzubieten. Die unterzeichnenden Parteien müssen diese aber nicht zwingend anwenden.

 

Aufgaben der WADA

Die Aufgaben der WADA umfassen sieben Kernbereiche:

1. Anti-Doping Code

  • Einführung und Umsetzung des Anti-Doping Codes
  • Überwachung der Einhaltung des Anti-Doping Codes und der Internationalen Standards.

2. Wissenschaft und Medizin

  • Förderung der Forschung zu Identifikation und Nachweis von Dopingsubstanzen und -methoden. Seit 2001 wurden mehr als 31 Millionen Dollar zur Unterstützung von 150 Projekten investiert.
  • Weiterentwicklung und Wartung der jährlich erscheinenden Liste verbotener Substanzen und Methoden.
  • Weltweite Akkreditierung von Anti-Doping Labors
  • Überwachung der Medizinischen Ausnahmeregelungen

3. Koordination von Anti-Doping Aktivitäten

  • Weiterentwicklung und Wartung von ADAMS (Anti-Doping Administration and Management System) - ein Online-System, das die tägliche Arbeit der Partnerorganisationen bei Anti-Doping Aktivitäten sowie bei der Einhaltung des Anti-Doping Codes unterstützt.

4. Entwicklung von Anti-Doping Netzwerken

  • Koordination regionaler Anti-Doping Organisationen mit dem Ziel, die Ressourcen zu bündeln und eine gegenseitige Fortbildung zu ermöglichen

5. Unterricht/Weiterbildung

  • Leitung und Koordination effektiver Strategien zur Dopingprävention
  • Entwicklung und Koordination von Weiterbildungsmaßnahmen
  • Unterstützung der Partner bei der Umsetzung von Anti-Doping Weiterbildungsprogrammen

6. Beratung von AthletInnen

  • Fortbildung von AthletInnen bei internationalen Sportevents über direkten Kontakt mit Anti-Doping ExpertInnen
  • Beantwortung von Fragen der AthletInnen über die Gefahren und Konsequenzen von Doping
  • Bevollmächtigen von Partnern zur Implementierung von Fortbildungsprogrammen

7. Tests außerhalb von Sport-Wettkämpfen

  • Vertragliche Regelungen mit Partnern, um diese zur Einhaltung ihrer Verantwortung bei unangekündigten Tests außerhalb von Wettkämpfen zu unterstützen.



[Besuchen Sie unseren Youtube-Channel] [Besuchen Sie uns auf Facebook]