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Doping bei Tieren

Auch in Sportarten, in denen Tiere (z.B. Pferde oder Hunde) maßgeblich beteiligt sind, kommt es immer wieder zu Versuchen, die Leistung mit verbotenen Mitteln und Methoden zu steigern. 1866 wurde das Doping von Pferden erstmals erwähnt. Vor diesem Zeitpunkt gibt es bereits Geschichten von römischen Wagenlenkern, die ihrem Pferd ein Wasser-Honiggemisch verabreichten, um ihre Schnelligkeit zu steigern. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts gab es aber noch kein leistungssteigerndes Doping. Man kannte nur das leistungsmildernde Doping, auch Paradoping genannt. So wurde z.B. ein Konkurrenzpferd vergiftet, um die eigenen Siegchancen zu erhöhen oder das eigene Pferd vergiftet und das Geld auf einen Konkurrenten gesetzt.  1910 wurde in Österreich erstmals das Doping bei Pferden nachgewiesen.

Gesetzliche Bestimmungen

In § 20 des Anti-Doping Bundesgesetz in der derzeit gültigen Fassung ist festgelegt:

§ 20. (1) Bei Sportarten, in denen Tiere an Wettkämpfen teilnehmen, gilt außerdem folgendes:                               

  1. für das Tier sind die verbotenen Wirkstoffe und Methoden, die der zuständige internationale Sportfachverband festgelegt hat, maßgebend;
  2. die Meldepflicht gemäß § 19 Abs. 1 Z 5 umfasst auch den Einstellungsort, die Trainingszeiten und -orte des Tieres und obliegt dem Sportler, der mit dem Tier den Sport ausübt, dem Tierhalter oder dem für das Tier Verantwortlichen;
  3. bei Dopingkontrollen am Tier haben jene Personen gemäß Z 2 mitzuwirken, die zum Zeitpunkt des Beginns der Dopingkontrolle anwesend sind;
  4. das Verbot des Besitzes (§ 1 Abs. 2 Z 5) und der Einflussnahme bei Dopingkontrollen am Tier (§ 1 Abs. 2 Z 6) sowie die Regelung gemäß § 1 Abs. 2 Z 7 gelten für alle in Z 2 angeführten Personen;
  5. die Personen gemäß Z 2 haben dafür zu sorgen, dass keine verbotenen Wirkstoffe in den Körper des Tieres gelangen und keine verbotenen Methoden am Tier angewendet werden.
(2) § 6 Abs. 1 Z 2 und 3 ist mit der Maßgabe auf Tiere anzuwenden, dass den Kostenersatz die Person zu leisten hat, die die Analyse der "B-Probe" oder die Labordokumentation verlangt.

(3) Die Rechte gemäß § 14 Abs. 2 Z 3 kann eine der in Abs. 1 Z 2 angeführten Personen wahrnehmen.

(4) Die Disziplinarmaßnahmen gemäß § 15 haben sich auch auf das Tier zu erstrecken. Den Antrag auf ein beschleunigtes Verfahren (§ 15 Abs. 3) kann jede der in Abs. 1 Z 2 angeführten Personen stellen. Bei Vorliegen eines ein Tier betreffenden Laborberichts hat die Unabhängige Dopingkontrolleinrichtung zunächst hierzu eine schriftliche Stellungnahme der Veterinärmedizinischen Kommission zu allfälligen verbotenen Wirkstoffen oder Methoden einzuholen. Sieht die Veterinärmedizinische Kommission keinen solchen Verdacht, ist von der Einleitung eines diesbezüglichen Disziplinarverfahrens abzusehen. Die Unabhängige Dopingkontrolleinrichtung hat die in Abs. 1 Z 2 angeführten Personen und den zuständigen Bundessportfachverband hiervon zu informieren.

(5) § 4 Abs. 2 Z 5 und § 16 Abs. 1 Z 3 gilt bei Dopingverdacht gegen ein Tier mit der Maßgabe, dass an Stelle des Experten der Sportmedizin ein Experte der Veterinärmedizin zu nominieren ist.




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