AnalytikDer analytische Nachweis von Dopingsubstanzen ist eine der wichtigsten Möglichkeiten der Anti-Doping Arbeit. Einsamer Spitzenreiter in der Statistik der WADA-akkreditierten Labore 2009 (PDF[image:]Größe: 171.57 KB) [http://www.nada.at/files/doc/Kontrollsystem/WADA_2009_LaboratoryStatisticsReport_Final.pdf] sind Anabolika mit 64,9%, gefolgt von Cannabinoiden mit 7,8% und Stimulanzien mit 6,4 %. Die restlichen Substanzen der Verbotsliste liegen prozentuell zwischen 6,0% (Beta-2-Agonisten) und 0,0%. Die Analyse der von der NADA Austria gezogenen Dopingkontrollen wird normalerweise vom Dopingkontroll-Labor der Seibersdorf Laboratories durchgeführt. Das Dopingkontroll-Labor ist eines von 35 WADA-akkreditierten Laboren weltweit. Um diese vertrauensvolle Aufgabe als wichtiger Teil im Anti-Doping übernehmen zu dürfen, muss eine Reihe von Zertifizierungskriterien erfüllt werden:
Zusätzlich dazu:
Seit 2002 ist das Labor in Seibersdorf für die Analyse von Dopingproben akkreditiert. Damit ist das Labor berechtigt zur Analyse von Dopingproben nationaler und internationaler Sportveranstaltungen sowie von Trainingskontrollen. Jährlich werden bei den Seibersdorf Laboratories bis zu 6000 Tests durchgeführt. Nicht nur Proben, die in Österreich genommen werden, kommen nach Seibersdorf, mittlerweile zählen auch die nationalen Antidoping-Agenturen der Länder Slowenien, Slowakei, Ungarn, Kroatien und Serbien zu den Kunden des Labors. Der Weg zur WADA-Akkreditierung des Dopingkontroll-Labors der Seibersdorf LaboratoriesAls gemeinsame Initiative der Austrian Research Centers GmbH - ARC, dem damaligen Bundesministerium für öffentliche Leistung und Sport, dem Österreichischen Anti-Doping-Comité und dem Österreichischen Olympischen Comité wurde in den Jahren 1999 - 2001 in Seibersdorf ein Labor zur Analyse von Dopingkontrollproben aufgebaut. Ziel war die Akkreditierung durch das IOC.
Qualitätsmanagement der Seibersdorf LaboratoriesDie Screeninganalysen sind so ausgelegt, dass potentiell positive Proben (also solche, in denen eine verbotene Substanz höchstwahrscheinlich vorhanden ist) erkannt werden. Diese Proben werden in einer Bestätigungsanalyse nochmals gesondert aufgearbeitet und gemessen. Für diese Bestätigungsanalyse wird eine auf die speziell vermutete Substanz zugeschnittene Analysemethode verwendet. Eine positive Probe wird daher immer zumindest 2 mal analysiert. Gleichzeitig mit der Probe werden ein Leerwert (nur Reagenzien und Chemikalien), ein Blindwert ("saubere" Harnprobe) und eine positive Kontrolle (Harnprobe, der die Substanz zugegeben wurde) analysiert. Wenn die Flächen und die Retentionszeiten der Messsignale der Probe und der positiven Kontrolle gewissen Kriterien entsprechen, ist der eindeutige Nachwies des Vorhandenseins einer verbotenen Substanz in der Harnprobe erbracht. Nach der Übermittlung eines positiven Analyseresultates an den Athleten/die Athletin durch seinen/ihren Sportverband hat er/sie die Möglichkeit, die B-Probe in seinem/ihren Beisein analysieren zu lassen. Er/Sie kann auch eine Vertrauensperson (Verwandter, Rechtsanwalt) beiziehen. Das Ergebnis der Analyse der B-Probe (Gegenanalyse) gilt als endgültig und ist die Basis für mögliche Sanktionen. Seibersdorf Laboratories A - 2444 Seibersdorf
Liste der akkreditierten Dopingkontroll-Labors weltweit[image:WADA-Labore] Kontakt zu den WADA akkreditierten Labors (PDF[image:]Größe: 136.14 KB) [http://www.nada.at/files/doc/Kontrollsystem/WADA_Accredited_Laboratories_EN.pdf] |