Gesetze in Österreich
Grundlage der Internationalen Anti-Doping Arbeit ist der Welt Anti-Doping Code. Dieser ist seit 1. Jänner 2004 in Kraft, ab 1. Jänner 2009 tritt die überarbeitete Version des Codes in Kraft. Eine der Zielsetzungen des Codes ist die Sicherstellung harmonisierter, koordinierter und wirksamer Anti-Doping- Programme auf internationaler und nationaler Ebene zur Aufdeckung und Verhinderung von Verstößen gegen Anti-Doping-Bestimmungen. Rechtlich können Regierungen nicht zur Einhaltung eines Nicht-Regierungs-Dokuments, wie dem Welt Anti-Doping Code, gezwungen werden.
Daher wurde folgende Vorgehensweise gewählt: Regierungen ratifizieren die "Internationale Konvention gegen Doping im Sport", ein internationales Abkommen, das einstimmig von 191 Staaten bei der UNESCO-General-Konferenz im Oktober 2005 angenommen wurde. Diese Konvention erlaubt es den Staaten, ihre eigene Anti-Doping Politik an den Welt-Anti-Doping Code anzugleichen. Je nach individueller Gesetzes- und Verfassungssituation gibt es länderspezifische Unterschiede.
In Österreich mit dem Thema Doping befasst sind:
Das Anti-Doping Bundesgesetz 2007 (idF BGBl I 146/2009)
Das Anti-Doping Bundesgesetz wurde am 29. Juni 2007 ausgeschrieben und erstmals am 8. August 2008 novelliert. Mit 1.1.2010 ist die zweite Novelle des Anti-Doping Bundesgesetzes 2007 in Kraft getreten.
Zusammenstellung der gesamten Rechtsvorschrift für Anti-Doping-Bundesgesetz 2007
Das Arzneimittelgesetz (idF BGBl I 146/2009)
Das Arzneimittelgesetz wurde zuletzt am 30. Dezember 2009 novelliert und ermöglicht unter anderem, den Handel mit Dopingmittel zu bestrafen und über diesen Weg an die Hintermänner heranzukommen.
Das Rezeptpflichtgesetz (idF BGBl I 146/2009)
Das Rezeptmittelgesetz wurde zuletzt am 30. Dezember 2009 novelliert und reglementiert unter anderem den Verkauf und die Abgabe von Dopingmitteln.
Das Bundessportförderungsgesetz (idF BGBl I 146/2009)
Die letzte Novelle des Bundessportförderungsgesetz trat mit 1. Juli 2008 in Kraft. Die Förderung von Sportlern und Organisationen ist abhängig von deren Einhaltung der Anti-Doping Bestimmungen.