Fairness
Der Philosoph H. Lenk (2004) spricht von einer "formellen Fairness", im Sinne von Regelbefolgung, und einer "informellen Fairness", als über die Regeltreue hinausgehende freiwillige Handlung im Geiste der Regeln, als Ritterlichkeit oder Sportsgeist. Vom Sportler wird einerseits verlangt, dass er sich formell fair an die Regeln hält, andererseits wird von ihm auch die informelle Fairness erwartet. Das Gebot der informellen Fairness setzt zum Beispiel voraus, dass nicht unablässig nach neuen, nicht verbotenen Dopingmitteln gesucht wird.
Der deutsche Sportethiker E. Meinberg erinnert an die "intergenerationelle Fairness": Von zukünftigen Athleten darf nicht verlangt werden, dass sie sich in den messbaren Sportarten an illegal aufgestellten Rekorden orientieren müssen. Für heutige Sportler ist es nahezu unmöglich, manche der in den 1980er Jahren aufgestellten Rekorde mit legalen Mitteln zu erreichen (vgl. Tab.1).
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Disziplin |
Goldmedaille Olympische Spiele 1960 |
Aktueller Weltrekord |
Goldmedaille Olympische Spiele 2008 |
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Weitsprung Männer |
8,12 m |
8,95 m (1991) |
8.34 m |
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Kugelstoßen Männer |
19,68 m |
23,12 m (1990)1 |
21.51 m |
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Diskuswerfen Männer |
59,18 m |
74,08 m (1986)1 |
68.82 m |
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100 m Frauen |
11,0 s |
10,49 s (1988)2 | |
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400 m Frauen |
- |
47,60 s (1985)1 |
49,620 s |
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Weitsprung Frauen |
6,37 m |
7,52 m (1988)2 |
7,04 m |
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Kugelstoßen Frauen |
17,32 m (Zwitter) |
22,63 m (1989)2 | |
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Diskuswerfen Frauen |
55,00 m |
76,80 m (1988)1 |
64.74 m |
1 = nachweislich gedopte Sportlerin/Sportler
2 = wahrscheinlich gedopte Sportlerin
Handbuch für Nachwuchs-, Breiten- und Freizeitsport
Handbuch für Eltern, Trainer und Betreuer
Infoblatt Angebote und Möglichkeit der Dopingprävention