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S4. Hormon-Antagonisten und -Modulatoren

Verboten sind vier verschiedene Klassen: Aromatasehemmer,  Selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERMs), andere antiestrogene Substanzen und Substanzen, welche die Myostatinfunktion(en) verändern.

Wirkungen:

Durch antiöstrogene Substanzen wird auf verschiedene Art und Weise die Umwandlung des männlichen Sexualhormons Testosteron in das weibliche Hormon Östrogen verhindert.

Nebenwirkungen:

Die Anwendung von Antiöstrogenen kann unter anderem zu Hitzewallungen, Vaginalblutungen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Sehstörungen und einem erhöhten Thrombose-Risiko führen.

Anwendung in der Medizin:

Antiöstrogene werden bei Frauen zur Behandlung von Brustkrebs und anderen hormonabhängigen Tumoren, zur Behandlung von Osteoporose und zur Stimulation des Eisprungs eingesetzt. Für Männer gibt es keinen medizinischen Anwendungsbereich.

Missbrauch im Sport:

Antiöstrogene sind seit 2001 auf der Doping-Liste der WADA. Das Verbot galt zunächst nur für Männer und wurde 2005 auch auf Frauen ausgedehnt. Der Missbrauch dieser Substanzen im Sport zielt nicht in erster Linie auf eine Leistungssteigerung ab, sondern um die hinlänglich bekannten Nebenwirkungen von Anabolika zu unterdrücken, etwa das Wachsen weiblicher Brüste bei Männern. Durch die Verschleierung soll der Betrug versteckt werden. Vermutungen gehen davon aus, dass Antiöstrogene den Testosteronspiegel im Blut anheben, dies wurde bis jetzt aber noch nicht eindeutig belegt.



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