S3. Beta-2-Agonisten
Wirkungen:
Beta-2-Agonisten führen zu einer Erschlaffung der Bronchialmuskulatur durch eine Stimulierung der Beta-2-Rezeptoren. Sie lindern dadurch die Symptome eines Asthmaanfalls.
Nebenwirkungen:
Die heutigen Substanzen wirken sehr zielgerichtet, haben eine hohe Selektivität, trotzdem können hohe Dosen die Beta-1-Rezeptoren am Herzen stimulieren. Zu den Nebenwirkungen zählen unter anderem die Erhöhung der Herzschlagfrequenz, eine Schwächung des Herzmuskels, Herzrhythmusstörungen und Angina Pectoris. Des Weiteren können unkontrollierbare Muskelzuckungen und erhöhte Glukosewerte im Blut vorkommen.
Anwendung in der Medizin:
In der Medizin werden Beta-2-Agonisten zur Behandlung des Bronchialasthmas eingesetzt. Man unterscheidet zwischen schnellwirksamen Substanzen, die vor allem während eines Anfalles inhaliert werden. In der Basistherapie bevorzugt man Substanzen mit einer langen Wirkdauer, die die Krampfanfälligkeit der Muskulatur senken.
Missbrauch im Sport:
Einige Beta-2-Agonisten wurden illegalerweise in der Tiermasthaltung verwendet, bevor sie auch im Sport missbraucht wurden. In hohen Dosierungen fördern diese Substanzen die Proteinsynthese und führten so bei den Tieren zu einer Zunahme der Muskelmasse gegenüber der Fettmasse. Im Sport erhoffen sich dopende Sportler ähnliche Effekte und eine kurzfristige Leistungssteigerung durch die erweiternde Wirkung. Der wissenschaftliche Nachweis bestätigt diese Vermutung allerdings nicht. Im Sport sind viele Beta-2-Agonisten verboten. Eine medizinisch begründete Therapie muss in manchen Fällen durch eine medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE) genehmigt werden.